Category: science trash (page 2 of 3)

Tribute von Panem und Popkultur

science trash: Tribute von Panem und Popkultur

Tribute von Panem, ein neuer Teil im Kino, ein Grund sich erneut den ersten Film anzuschauen. Ich bin begeistert, kann den Blick keine Sekunde vom Bildschirm abwenden, klebe gespannt davor – und dann – dieses schlechte Gewissen. Kinder die gegen Kinder kämpfen und Massen die dabei zuschauen wie sie sich gegenseitig umbringen – unvorstellbar in der Realität? Kindersoldaten gibt es, Shows bei denen es um das Überleben im Dschungel geht auch. Die Verbindung davon wurde nun verfilmt. Was mich immer am meisten schockiert bei Dystopien: unsere Schaulust. Bin ich, der ich vor dem Bildschirm gebannt dabei zuschaue wie sich die Tribute gegenseitig umbringen, nicht genauso Voyeur, wie es die Bösen im Film sind? Continue reading

Youtube-Stars und die Erlebnisgesellschaft

science trash: Youtube-Stars und die Erlebnisgesellschaft

Neulich habe ich gegoogelt was eigentlich ein Youtube-Star ist. Wikipedia erklärt es nicht. Zum Glück hat Jan Böhmermann zu diesem Thema ein grandioses Video gemacht. Darüber habe ich nachgesinnt und ein kurzes Throw Up angefertigt.
Authentizität Authentizität Authentizität
Das ist Böhmermanns Schlussfolgerung für den Erfolg der Youtubestars und auch wenn ich ein großer Fan dieses Wortes bin, da es eine Realness beschreibt, die meiner HipHop-Seele ihr Selbstverständnis verleiht (spricht man das Wort dreimal hintereinander so wie es Böhmermann tut, ist das Sprechkunst – Rap), kann ich mich doch nicht ganz damit zufrieden geben. Continue reading

Koyaanisqatsi und Berlin Sinfonie der Großstadt

Neulich, bei meiner täglichen Youtube-Lektüre, bin ich auf den Film „Koyaanisqatsi“ gestoßen. Von Musik (Phillip Glass) und Bilderflut seekrank, musste ich an Ruttmanns Film „Berlin. Sinfonie der Großstadt“ denken, da gibt’s doch ne Menge Gemeinsamkeiten, dachte ich mir, und begann zu assoziieren, weshalb mich Großstädte von der Ferne betrachtet, so faszinieren. Das kam dabei heraus: Continue reading

Maria Callas als Tosca

Die berühmteste Tosca-Filmaufnahme ist wohl die von Maria Callas von 1964. Leider existiert nur der zweite Akt von Franco Zeffirellis Inszenierung im Covent Garden in London als Filmausschnitt. Trotzdem reicht dieser kurze Ausschnitt, um Zeugnis von Maria Callas unglaublichem, künstlerischem Talent zu geben. Nicht ohne Grund wird dieser Filmausschnitt noch heute an Schauspielschulen als Lehrmaterial benutzt. Diese unglaubliche Bühnenpräsenz und die Bereitschaft bei jeder Aufführung an die eigenen psychischen und physischen Grenzen zu gehen, hat sich kaum ein Sänger zuvor oder danach getraut. Natürlich hat diese leidenschaftliche Art des Auslebens der zu singenden Rolle seinen Preis. Bereits 1958 gelangt Maria Callas an ihre stimmlichen Grenzen. Im sogenannten „Rom-Skandal“ muss Maria Callas die Vorstellung abbrechen da ihre Stimme der Belastung nicht mehr standhält. In der Einmaligkeit der Stimme liegt auch ihre Tücke. Continue reading

Flashmob oder Aufführung?

Was ein Flashmob ist meint jeder zu wissen. Eine bestimmte Aktion die zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, über Handy oder Internet verabredet, plötzlich und die Passanten „flashend“, durchgeführt wird und genauso abrupt auch wieder aufgelöst wird. Das Wort „flash“ zielt dabei auf das blitzartige Entstehen und Auseinandergehen der Aktion ab, das Wort „mob“ kann man als „Meute“ oder „Pöbel“ übersetzen oder aber von dem Wort „mobilis“ (beweglich) ableiten. Howard Rheingold spricht von „Smartmobs“, intelligenten Mobs, die sich für vorwiegend politische und soziale Aktionen einsetzten. Flashmob ist die Antwort des Westens, der Luxus und Spaß im Überschuss, in einer großen sinnleeren Aktion verpuffen lässt. Continue reading

ohne 8mile kein Banksy

In der Mode spricht man nur noch von Streetstyle, Penner werden zu Laufstegmodels, Streetart dank Banksy teuer gekauft und die Serie The Wire macht aus echten Gangstern Schauspielstars. Doch wo kommt das her, das wir schmuddelige Kleidung an uns mögen, besprühte, durch Witterung und Vandalismus zerstörte Hauswände eingerahmt in unser Zimmer hängen und uns Serien anschauen, in denen das Leben auf der Straße im Ghetto, in seiner Hässlichkeit so ehrlich und schockierend dargestellt wird, dass es uns Angst einflößt und wir es trotzdem faszinierend finden? Wo kommt das her, dass wir Bilder, Videos, Mode, Möbel, Gebäude etc. als modern und hip ansehen, je weniger Farben vorhanden sind, und je abgenutzter und grau seine Oberflächen sind? 8 Mile. Eminems Film von 2002 ist der Ursprungsmythos der Straßenästhetik. Continue reading

science trash: Popart und Lady Gaga

Lady Gaga nur als Popsängerin aus dem Radio zu kennen genügt nicht. Lady Gaga ist Performance-Künstlerin und ihre Kunst, die als Gesamtkunstwerk aus Bild, Text, Performance und Musik besteht, ist in der Kategorie Popart einzuordnen. Popart, die nicht nur seichte Unterhaltung darstellt (wie es der Popmusik oft vorgeworfen wird), sondern Popart die reflektiert und analysiert werden muss. Ihre Live-Auftritte überraschen, die Frau hat wirklich Stimme! Frau? “A hybrid can withstand these things” Ob sie bei den MTV Music Awards 2009 verkleidet als ihr Exfreund auftritt, ob Nahaufnahmen ihres zweigeschlechtlichen Intimbereichs auftauchen, oder sie sich wieder einmal halb nackt präsentiert, sie inszeniert ihre Körperlichkeit wo sie nur kann, sodass Subjekt zum Objekt wird, so wie sie es von der berühmten Performancekünstlerin Marina Abramović durch Videoanalysen gelernt hat. Doch inszeniert sie damit, wie ihr oft vorgeworfen wird, nur Skandale die sie in der Öffentlichkeit bekannter machen? Was ist hier Kunst, was ist hier einfache Pop-Marketing-Strategie? Was bedeutet überhaupt PopArt? Was bedeutet Pop? Continue reading

science trash: Mozart

Ein Rapper, der sich Black Mozart nennt

Falcos Song Amadeus, der ihn (Falco und Mozart?) zu einem Rockstar machte, ohne wirklich etwas über Mozart zu sagen – Der Artikel im Stern, der Mozart als „first king of pop“ bezeichnet – Und dann diese Szene aus dem Film Lucy, wo Lucy dem einen Typ die Messer in die Hände haut, während man das Mozart-Requiem hört Continue reading

science trash: Rocky Horror Picture Show

Was war das noch für eine Zeit, als Film und Musical so viel experimenteller und sozialkritischer waren, als wir es heute von unserer Hollywood-Happy-End-Action-Hero-Realität her kennen? Ich höre Queen durch, ich höre eine Power durch, ich höre durch eine Epoche und fühl‘ mich komplett durch, ohne Zeitzeuge gewesen zu sein. Mir kommt Mathew Barney in den Sinn, nur aufgrund der Laborästhetik, und ich kann doch keinen richtigen Zusammenhang herstellen. Wer macht das für mich? I just can throw it up. In a beautiful piece of science trash. Continue reading

science trash German Popmusic, the GY-Pop

„Ich muss was gegen das Nichtstun tun. Denn das Nichtstun tut mir gar nicht gut“ (Balbina „Nichtstun“), also schreib ich auf, was ich denk, wenn ich deutschen Pop höre. Ich denke nicht, ich denk. Da geht einiges. Gott sei Dank. Vorbei die Zeiten der leeren, unseligen Weisheiten. Ich würde behaupten, dass die Songs, die der qualitative Pop aktuell hervorbringt, alle einer Generation von Songwritern entspringen, die der generation y angehören. Marteria stellt fest „Alle haben ’nen Job – ich hab Langeweile! Keiner hat mehr Bock auf Kiffen, Saufen, Feiern“ (Marteria „Kids“), so ist das jetzt im Block, wo die Generation Z heranwächst. Continue reading

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