“Everybody does as he pleases.” Nein. Nicht “does”. „Everybody duus as he pleases.” Denn bei dem genialen Song der Orsons handelt es sich hier um ein Zitat des Politikers Günther Oettinger, der beim Versuch Englisch zu sprechen kläglich versagt. Die Orsons greifen das Zitat auf und machen einen Song daraus. Die Meister im Sampeln, die Meister des musikalischen Zitats. Auf musikalischer Ebene könnte man von Montage sprechen. Plurimedial gesehen von Collage. Die Orsons Collagen, das ist Pop. Das ist Chaos, das ist Ordnung in einem Wort vereint: ORSONS.Die Songs der Orsons sind wie die Collagen Richard Hamiltons. Beim erneuten Hören findet man immer wieder neue kleine Details, neue Verknüpfungsmöglichkeiten. Ein multimediales Schichtengebilde aus Ton, Text und Bild. Gesampelt wird die Stimme von Biene Majas Willi (Papa Willi und der Zeitgeist), Jeanette Biedermanns Quizshow-Auftritt (Ventilator – Biedermann Edition) oder Günther Oettingers Englisch(un)kenntnisse. Mit rhythmischer Perfektion wird hier dekontextualisiert, intermedial zitiert und parodiert. Es wird in Hashtags gesprochen und dadurch Denkmuster angestoßen. Das ist Dada, das ist Fluxus, ein postmodernes fluides Grundkonzept. Aber genug gefachsimpelt – denn wie lautet das Sampel des Komikers Teddy: „Du sollst nicht so dumm labern“ (Was labersch du)